Lebensmitteldepot

In dem Projekt wird ein Konzept für ein partizipativ funktionierendes Lebensmittel Depot in einem Quartier in Wilchingen-Unterneuhaus ausgearbeitet und getestet (Pilotbetrieb). Das Lebensmittel Depot bringt lokale Bauern und Konsumenten verschiedener Gesellschaftsschichten und diverser kultureller Herkunft zusammen und fördert damit den Austausch, das Wissen und Bewusstsein bezüglich der Qualität von Lebensmitteln. Es trägt so zu einem nachhaltigeren Lebensmittelkonsum bei.

Das Projekt zielt auf die folgenden Effekte ab:

Wissensvermittlung:

Über und Zugang zu lokalen, nachhaltig produzierten
Lebensmitteln: Dies wird durch den Verkauf von und die Informationen über vorwiegend biologisch produzierte Lebensmittel sichergestellt. Veranstaltungen, wie das gemeinsame Verarbeiten von Überschüssen, Produzentenbesuche und gemeinsame Feste tragen dazu bei, die Wissenslücke
zwischen Produktion und Konsum zu schliessen.

Gesellschaftliche Solidarität:

Auf Ebene der Organisation: alle sind willkommen, den Betrieb des Depots mit zu gestalten, zu helfen oder dort einzukaufen. Ein gewisser Anteil an Freiwilligen für Verkauf und Organisation sind Teil des Geschäftsmodells.

Zwischen Mitgliedern und Produzenten: Mitglieder erhalten Produzentenpreise, initiieren und helfen beim Betrieb und bei oben genannten Veranstaltungen mit. Produzenten haben eine Abnahmegarantie. Auch weniger Verdienende erhalten Zugang zu den sonst oft teureren, nachhaltig produzierten Produkten. Über beide Ebenen wird das Bewusstsein für nachhaltige Lebensmittel erhöht. Überdies wird ein Ort der Begegnung geschaffen.

Kreislaufwirtschaft:

Die Wertschöpfung findet in der Region statt. Kleinproduzenten werden unterstützt und durch die Abnahmegarantie werden resilientere Wirtschaftsstrukturen geschaffen. Die Transportwege sind kürzer, die Produkte saisonal und frisch und der ökologische Fussabdruck wird reduziert. Auch Foodwaste kann reduziert werden, da die Abnahme von Lebensmitteln nicht an die Standards des Detailhandels geknüpft ist (z.B. Grösse, Form von Gemüse und Obst).

Somit trägt das Lebensmitteldepot nicht nur zu dem Ziel „Das Konsumverhalten der Gesellschaft ändern“ durch Wissensvermittlung bei, sondern sieht ebenfalls die Entwicklung eines „ressourcenschonenden Geschäftsmodells für die Wirtschaft von morgen“ vor.